74HCT74 — Dual D-Flipflop

Steckbrief aus der Bauteile-Bibliothek. Theorie dazu: Serie Digitale Logik.

Mit dem Flipflop verlässt man die reine Verknüpfungslogik: Ein Gatter reagiert nur auf das, was gerade anliegt — ein Flipflop merkt sich etwas. Es ist der Übergang vom Schaltnetz zum Schaltwerk.

Pinout des CD74HCT74E im DIP-14-Gehäuse mit zwei D-Flipflops

CD74HCT74E im DIP-14: zwei unabhängige D-Flipflops mit je eigenem Set und Reset.

Steckbrief

Funktion 2× D-Flipflop, positive Taktflanke
Gehäuse DIP-14 (breadboard-tauglich)
Versorgung 4,5--5,5 V (HCT-Familie)
Zusatzeingänge Set und Reset, Low-aktiv, asynchron
Ausgänge Q und Q̄ (invertiert)
max. Taktfrequenz ~40 MHz bei 5 V

Angaben ohne Gewähr — verbindlich ist das Datenblatt.

Funktionstabelle

Takt D Q danach
0 1 beliebig × 1 (gesetzt)
1 0 beliebig × 0 (rückgesetzt)
0 0 beliebig × unzulässig
1 1 0 0
1 1 1 1
1 1 kein Wechsel × bleibt

Das Prinzip in einem Satz: Bei der steigenden Taktflanke wird übernommen, was gerade an D anliegt — und bis zur nächsten Flanke gehalten.

Set und Reset wirken dagegen asynchron, also sofort und unabhängig vom Takt. Beide sind Low-aktiv, im Ruhezustand gehören sie deshalb auf High.

Drei typische Anwendungen

Frequenzteiler durch zwei. Verbindet man Q̄ zurück auf D, kippt der Ausgang bei jeder Taktflanke — heraus kommt die halbe Frequenz mit exaktem Tastverhältnis von 50 %. Vier solche Stufen hintereinander teilen durch 16.

Einsynchronisieren. Ein asynchrones Signal von außen — Taster, Sensor, anderer Takt — wird über zwei hintereinandergeschaltete Flipflops auf den eigenen Takt gebracht. Das ist die Standardmaßnahme gegen Metastabilität.

Zwischenspeicher. Ein Bit festhalten, bis der nächste Takt kommt.

Praxisfallen

Bezugsquellen

Weiterführendes


Erstellt: 19.07.2026 · Zuletzt geändert: 07.08.2026