74HCT112 — Dual JK-Flipflop

Steckbrief aus der Bauteile-Bibliothek. Theorie dazu: Serie Digitale Logik.

Das JK-Flipflop ist der vielseitigere Bruder des D-Flipflops: Es kann alles, was D kann — und zusätzlich umschalten.

Pinout des CD74HCT112E im DIP-16-Gehäuse mit zwei JK-Flipflops

CD74HCT112E im DIP-16: zwei JK-Flipflops, getaktet auf der fallenden Flanke.

Steckbrief

Funktion 2× JK-Flipflop, negative Taktflanke
Gehäuse DIP-16
Versorgung 4,5--5,5 V (HCT-Familie)
Zusatzeingänge Set und Reset, Low-aktiv, asynchron
Ausgänge Q und Q̄
max. Taktfrequenz ~40 MHz bei 5 V

Angaben ohne Gewähr — verbindlich ist das Datenblatt.

Funktionstabelle

J K Q nach fallender Flanke
0 0 bleibt unverändert
0 1 0 (rücksetzen)
1 0 1 (setzen)
1 1 kippt (Toggle)

Die letzte Zeile ist der eigentliche Trick. Legt man beide Eingänge auf High, wechselt der Ausgang bei jeder Taktflanke seinen Zustand — das ergibt unmittelbar einen Frequenzteiler durch zwei.

Der Asynchronzähler

Schaltet man mehrere solche Toggle-Stufen hintereinander, wobei jeweils Q die nächste Stufe taktet, entsteht ein Binärzähler: Die erste Stufe teilt durch 2, die zweite durch 4, die dritte durch 8. Vier Stufen zählen von 0 bis 15.

Der Haken: Die Stufen schalten nacheinander, jede erst nachdem die vorige fertig ist. Bei jedem Übertrag durchläuft der Zähler deshalb kurz falsche Zwischenwerte — beim Übergang von 7 auf 8 etwa flüchtig 6, 4 und 0. Man nennt das Ripple-Carry. Solange man nur teilen will, ist das egal; wer die Zählerstände dekodiert, braucht einen Synchronzähler wie den 74HCT161.

Praxisfallen

Bezugsquellen

Weiterführendes


Erstellt: 19.07.2026 · Zuletzt geändert: 07.08.2026