74HCT161 — 4-Bit-Synchronzähler

Steckbrief aus der Bauteile-Bibliothek. Theorie dazu: Serie Digitale Logik.

Ein fertiger Zähler von 0 bis 15 — vier Flipflops, die alle gleichzeitig vom selben Takt geschaltet werden. Das ist der entscheidende Unterschied zum Asynchronzähler aus einzelnen JK-Flipflops: Es gibt keine falschen Zwischenwerte.

Pinout des CD74HCT161E im DIP-16-Gehäuse: vier Zählerausgänge, vier Ladeeingänge, Takt, Enable und Übertrag

CD74HCT161E im DIP-16 mit Ladeeingängen A--D, Ausgängen QA--QD und dem Übertragsausgang RCO.

Steckbrief

Funktion 4-Bit-Binär-Synchronzähler, vorladbar
Gehäuse DIP-16
Versorgung 4,5--5,5 V (HCT-Familie)
Zählbereich 0 bis 15, aufwärts
Reset asynchron, Low-aktiv
Laden synchron, Low-aktiv
Freigabe ENP und ENT, beide High für Zählbetrieb
Übertrag RCO wird High bei Zählerstand 15

Angaben ohne Gewähr — verbindlich ist das Datenblatt.

Wie er arbeitet

Bei jeder steigenden Taktflanke erhöht sich der Zählerstand um eins — vorausgesetzt, beide Freigabeeingänge liegen auf High. Bei 15 setzt der Übertragsausgang RCO auf High, beim nächsten Takt springt der Zähler auf 0 zurück.

Kaskadierung. Für mehr als vier Bit verbindet man RCO der ersten Stufe mit ENT der zweiten. Beide Stufen hängen am selben Takt — die zweite zählt nur dann mit, wenn die erste überläuft. So bleiben alle Ausgänge synchron, und man kann die Zählerstände gefahrlos dekodieren.

Der Preset-Trick. Der 161 lässt sich vorladen, und zwar synchron zum Takt. Damit baut man beliebige Teilerfaktoren: Man dekodiert den gewünschten Endwert und legt das Ergebnis auf den Ladeeingang — beim nächsten Takt springt der Zähler auf den voreingestellten Startwert statt weiterzuzählen. Aus dem 16er-Zähler wird so ein Teiler durch 10, durch 12 oder was sonst gebraucht wird.

Praxisfallen

Bezugsquellen

Weiterführendes


Erstellt: 19.07.2026 · Zuletzt geändert: 07.08.2026