74HCT138 — 3-zu-8-Decoder

Steckbrief aus der Bauteile-Bibliothek. Theorie dazu: Serie Digitale Logik.

Drei Adressleitungen hinein, acht Ausgänge heraus — und genau einer davon ist aktiv. Der 138 ist der Standardbaustein, wenn aus einer binären Zahl eine Auswahl werden soll.

Pinout des CD74HCT138E im DIP-16-Gehäuse: drei Adresseingänge, drei Enable-Eingänge, acht Ausgänge

CD74HCT138E im DIP-16. Die Ausgänge Y0 bis Y7 sind Low-aktiv.

Steckbrief

Funktion 3-zu-8-Decoder / Demultiplexer
Gehäuse DIP-16
Versorgung 4,5--5,5 V (HCT-Familie)
Adresseingänge A0, A1, A2
Enable E1̄, E2̄ (Low-aktiv), E3 (High-aktiv)
Ausgänge Y0--Y7, Low-aktiv

Angaben ohne Gewähr — verbindlich ist das Datenblatt.

Funktionstabelle

A2 A1 A0 aktiver Ausgang
0 0 0 Y0 = 0
0 0 1 Y1 = 0
0 1 0 Y2 = 0
0 1 1 Y3 = 0
1 0 0 Y4 = 0
1 0 1 Y5 = 0
1 1 0 Y6 = 0
1 1 1 Y7 = 0

Alle übrigen Ausgänge bleiben High. Sind die Enable-Bedingungen nicht erfüllt, sind alle Ausgänge High — es passiert also nichts.

Die drei Enable-Eingänge

Sie wirken wie ein UND: Der Decoder arbeitet nur, wenn E1̄ = 0, E2̄ = 0 und E3 = 1. Das sieht umständlich aus, ist aber praktisch — man kann mehrere Decoder kaskadieren, indem man höhere Adressbits auf die Enable-Eingänge legt. Zwei 138er ergeben so einen 4-zu-16-Decoder, ohne ein einziges Zusatzgatter.

Typische Anwendung: Chip-Select-Erzeugung. In einem System mit mehreren Speicher- oder Peripheriebausteinen entscheiden die oberen Adressbits, welcher Baustein angesprochen wird. Genau dafür ist der 138 gebaut — und weil Chip-Select-Signale traditionell Low-aktiv sind, passen die Ausgänge direkt.

Praxisfallen

Bezugsquellen

Weiterführendes


Erstellt: 19.07.2026 · Zuletzt geändert: 07.08.2026