74HCT595 — 8-Bit-Schieberegister

Steckbrief aus der Bauteile-Bibliothek. Theorie dazu: Serie Digitale Logik.

Drei Leitungen vom Mikrocontroller, acht Ausgänge am Chip — und mit jedem weiteren Baustein kommen acht dazu, ohne dass ein einziger Controller-Pin mehr gebraucht wird. Der 595 ist deshalb der meistverbaute Helfer, wenn die Pins knapp werden.

Pinout des 74HCT595 im DIP-16-Gehäuse: serieller Eingang, zwei Takte, Ausgangsfreigabe, acht parallele Ausgänge

DIP-16 mit acht parallelen Ausgängen QA--QH und dem Überlauf QH′ für die Kaskadierung.

Steckbrief

Funktion 8-Bit-Schieberegister mit Ausgangs-Latch
Gehäuse DIP-16
Versorgung 4,5--5,5 V
Eingänge SER (Daten), SRCLK (Schiebetakt), RCLK (Übernahmetakt)
Steuerung OĒ (Ausgangsfreigabe, Low-aktiv), SRCLR̄ (Löschen)
Ausgänge QA--QH parallel, QH′ seriell für die nächste Stufe
Ausgangsstrom ±6 mA

Angaben ohne Gewähr — verbindlich ist das Datenblatt.

Der Ablauf

Der Baustein enthält zwei Register hintereinander, und genau das macht ihn so brauchbar:

  1. Acht Bit hineinschieben. Datenbit an SER anlegen, eine steigende Flanke an SRCLK — das wiederholt man achtmal. Die Ausgänge bleiben dabei unverändert.
  2. Übernehmen. Eine steigende Flanke an RCLK kopiert das Schieberegister ins Ausgangs-Latch. Erst jetzt ändern sich alle acht Ausgänge, und zwar gleichzeitig.

Ohne diese Trennung würde man beim Hineinschieben ein wildes Flackern an den Ausgängen sehen. So bleibt das Bild ruhig, bis der komplette Datensatz steht.

Kaskadierung. QH′ des ersten Bausteins geht an SER des zweiten, alle teilen sich SRCLK und RCLK. Damit werden aus drei Controller-Pins 16, 24 oder beliebig viele Ausgänge — man schiebt einfach entsprechend mehr Bits hinein.

Praxisfallen

Bezugsquellen

Weiterführendes


Erstellt: 19.07.2026 · Zuletzt geändert: 07.08.2026